Die Bevölkerung in Industrienationen ernährt sich zu fett, zu kohlenhydrat- und zuckerreich. Das erzeugt einen Säureüberschuss im Körper, der für viele Krankheiten verantwortlich ist. Wenn der Körper den Säureüberschuss nicht mehr neutralisieren kann, kommt es zunächst zu Unwohlsein, später zu ernsten Erkrankungen, die an jedem Organ auftreten können.

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Chronische Übersäuerung meint nicht das saure Aufstoßen oder Sodbrennen, das wohl jeder nach einem schweren Essen schon einmal erlebt hat. Medizinisch verstandene Übersäuerung ist eine Übersäuerung des Blutes. Neben falscher Ernährung sorgen auch Bewegungsmangel und Stress für diese Zivilisationserscheinung, bei der der Organismus Säuren anhäuft und in den Zellen ablagert.

Viele Zivilisationskrankheiten sind Säure-Basen-Krankheiten

Die meisten Zivilisationskrankheiten und Krankheiten des Alters hängen mit Übersäuerung zusammen und sind Folgen einer falschen Ernährung. Durch basische Nahrungsmittel kann man der Azidose vorbeugen und sogar bereits aufgetretene Krankheiten heilen. Chronische Übersäuerung macht müde und lustlos und greift Zähne, Muskultur, Herz und Blut an. Auch Gicht, Osteoporose, Cellulitis und chronische Schmerzen können infolge von Übersäuerung auftreten.

Typische Symptome einer chronischen Übersäuerung

• Schnelles Ermüden
• Antriebslosigkeit
• Appetitlosigkeit
• Infektionsanfälligkeit
• Haarausfall
• Depressive Verstimmung
• Übelkeit

Der gesunde Säure-Basen-Haushalt und Störfaktoren

Um den Säure-Basen-Haushalt konstant zu halten, bedient sich der Körper mehrerer Mechanismen. Einmal wird ein Überschuss an Säure über die Nieren ausgeschieden. Auch das Blut hat pH-Puffer, die es vor Schwankungen schützen. Speisen, die Phosphor, Jod, Schwefel und Chlor enthalten, werden vom Körper in Säuren umgewandelt. Ebenso säurebildend sind Fleisch, Eier, Milch und Käse. Zu den schädlichen Stoffen zählen zum Beispiel Salze der Milchsäure, die Laktate. Sie werden landläufig Schlacken genannt und tragen ihren Teil zur Entstehung von Krankheiten bei. Ob etwas sauer schmeckt, hat keinen Einfluss auf die saure oder basische Wirkung.

Bei einem pH-Wert von etwa 7,4 ist unser Säure-Basen-Haushalt ausgewogen und alle Stoffwechselvorgänge funktionieren reibungslos. In der Regel sind mineralstoffreiche Nahrungsmittel auch basisch. Es gibt aber auch einige Prozesse, die ein stark saures Milieu benötigen. Daher empfiehlt sich keine rein basische Ernährung. Es ist vor allem Zucker, der im Körper zu sauren Bestandteilen umgewandelt wird, die zur Übersäuerung führen. Essig und Zitronensaft wirken sich dagegen basisch und säureneutralisierend aus. Ein gutes Verhältnis liegt bei 80 % basischen und 20 % Säure bildenden Lebensmitteln. Darüber hinaus muss die optimale, möglichst mineralstoffreiche Flüssigkeitszufuhr gewährleistet sein. Nur so kann der Körper richtig entsäuern. Wer täglich 2,5 Liter Flüssigkeit, am besten Wasser, trinkt, sorgt für basischen Ausgleich, regt die Verdauung an und entschlackt auf gesunde Weise.

Wie man sich vor Übersäuerung schützen kann

Basische Lebensmittel enthalten viele Mineralsalze wie Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium und Eisen. Sie alle können Säuren neutralisieren. Kräuter, rohe Gemüse, Tofu, Körner, Samen und reifes Obst haben die stärkste basische Wirkung. Trinken Sie möglichst viel reines, gesundes Wasser, denn das enthält wertvolle Mineralsalze und leistet einen erheblichen Beitrag zur Entsäuerung des Körpers.
Man kann das Ausscheiden von Säuren unterstützen. Dazu gehört viel körperliche Bewegung, möglichst an der frischen Luft. Tägliche Wechselduschen, Bürstenmassagen, Saunagänge, aber auch das Trinken von reichlich basischem aquionisierten Wasser sorgt für den ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Wer Stress abbauen kann, schützt sich ebenfalls vor Übersäuerung.